- Heiko Hinrichsen (Fachdienst Tiefbau der Stadt), Bürgermeisterin Janet Sönnichsen und Bauleiter Klaus Werner Rose v.l.).
Starke Leistung: Der Umbau des Altstädter Marktes ist fertig. Ende November 2024 wurden die letzten Absperrungen entfernt und alle Bereiche, auch die umliegenden Straßenabschnitte, sind wieder frei zugänglich. Damit konnte die Baumaßnahme sogar drei Monate vor dem geplanten Ende abgeschlossen werden.
„Die Zusammenarbeit aller Beteiligten lief hervorragend“, so Bürgermeisterin Janet Sönnichsen. „Dadurch konnten wir den Platz nicht nur für den Rendsburger Herbst nutzen, sondern auch zur Weihnachtszeit einen Altstädter Markt mit toller Beleuchtung und ohne Baustelleneinrichtungen betrachten.“
In den vergangenen 15 Monaten wurden insgesamt 4.520 Quadratmeter im Altstadtkern umgestaltet. Dabei stand der Marktplatz im Vordergrund der Arbeiten. „Das alte historische Katzenkopfpflaster wurde von einer Fachfirma aufgenommen, geschnitten und wiederverwendet“, berichtet Ulli Clausen, Fachdienstleiter Tiefbau der Stadt Rendsburg. Das wurde nicht nur von der Denkmalpflege begrüßt, sondern hat ebenso dazu geführt, dass der Platz jetzt barrierearm zu überqueren ist. Auch die Rendsburg Information hat einen barrierefreien Zugang erhalten.
Neubelebung von historischem Grund
Nach dem Umbau zeigt sich der Altstädter Markt als „Stadtbühne“ mit vielseitig nutzbaren Freiräumen und neuer Beleuchtung. Bequeme Sitzgelegenheiten und Bänke laden nun zum Verweilen ein, ein Wasserspiel sorgt in den Sommermonaten für Abkühlung und fördert die Aufenthaltsqualität. Auf Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern wurde zudem ein Trinkwasserbrunnen in die Planung aufgenommen. Dieser wird über die Wintermonate eingelagert und vor Beginn des Sommers seinen Platz am Altstädter Markt einnehmen. Ziel sei es, Wohnen, vor allem auch junges Wohnen, verstärkt in die Innenstadt zu holen. Das städtische Engagement solle Impuls auch für private Investoren sein.
3,5 Millionen Euro für Rendsburg
Die umfassende Baumaßnahme war am 13. September des vergangenen Jahres gestartet. Vorausgegangen war ein europaweiter Realisierungswettbewerb im Jahr 2021. Die Arbeiten umfassten neben dem Platz auch die angrenzenden Straßenabschnitte Mühlenstraße, An der Marienkirche, Stegen, nördlicher Stegengraben, und der Verbindung An der Marienkirche zum Stegengraben. Hier wurden sanierungsbedürftige Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert oder ersetzt und in Teilen Glasfaser neu verlegt.
Die Baumaßnahme ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Rendsburg, der Stadtwerken SH und der Abwasserbeseitigung Rendsburg. Enge Abstimmungen fanden statt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie dem Behindertenbeauftragten der Stadt. Dem Klimaschutz wurde durch den Erhalt der Bäume auf dem Platz, der Wiederverwendung des Materials, durch die versickerungsfähige Verfugung und dem Wasserspiel Rechnung getragen. Die Maßnahme ist die erste große Erschließungsmaßnahme im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt“ im Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ und wird mit Städtebauförderungsmitteln finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.