- Foto: Tom Kyle Puppentheater (Bild: Tom Kyle Puppentheater)
Das Tom Kyle Puppentheater lässt die gute alte Zeit von Kasper und Co. wiederaufleben. Zurück in die 1950er Jahre entführt Peter-Michael Krohn die kleinen und großen Zuschauer mit seiner neuen Inszenierung „Das Räuberstück“, die am 14. Juni im Foyer des Kieler Opernhauses zu sehen ist.
Nach der erfolgreichen Premiere im März kommt das Kasperspiel für große und kleine Menschen nun ein weiteres Mal ins Foyer der Kieler Oper. Der Eintritt kostet 8,30 Euro und ermäßigt 5 Euro. Die knapp 45-Minuten-Geschichte wurde von Wolfgang Buresch geschrieben und inszeniert, die Puppen sind über fünfzig Jahre alt, passend dazu hat Krohn die Bühne rekonstruiert und nachgebaut und tritt selbst nostalgisch gekleidet und mit Pomade im Haar vor das Publikum. Auch die Musik zum Stück stammt aus den 50ern.
Für den 27-jährigen Kieler Peter-Michael Krohn erfüllte sich im Dezember 2011 mit einer eigenen Bühne ein Kindheitswunsch. Von klein auf wollte er Puppenspieler werden und er begann sich mit dem Puppentheater der damaligen Zeit zu beschäftigen. Nach der Schule arbeitete er als Clown im Circus Roncalli, machte dann eine Ausbildung zum Theaterplastiker im Kieler Opernhaus, wo er noch heute tätig ist und in seiner Freizeit frönt er der Leidenschaft des Puppenspiels.
Im Frühjahr 2014 ergab sich für Krohn die Möglichkeit, über fünfzig Jahre alte Bühnenfiguren der einst deutschlandweit bekannten „Hohnsteiner Puppenspiele“ zu erwerben. Mit dem Autor und Regisseur Wolfgang Buresch, auch einschlägig bekannt als Spieler und Sprecher der Kult Fernsehpuppe „Hase Cäsar“, entstand „das Räuberstück“.
„Jede Puppe muss mit Leib und Seele gespielt werden“, weiß Peter-Michael Krohn, dem die oft schlecht und lieblos gespielten „Kasperletheater“ nicht gefallen. „Meine Hommage an die 50er Jahre ist entstanden, weil es damals noch einen Kasper gab, der ohne erhobenen Zeigefinger Probleme löste: mit Wortwitz und Einfallsreichtum, aber ohne Bratpfanne.“ Die legendären „Hohnsteiner“ entwickelten aus dem rüpelhaften Jahrmarktspuppenspiel das salonfähige Puppentheater. Diesen Stil bringt er nun mit den klassischen Figuren Kasper, Großmutter und einem mysteriösen Räuber, mit Charme und Witz auf die eigene Puppenbühne.
Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr „Das Räuberstück“ (Einlass 14.30 Uhr) im Theater Kiel, 1. Foyer Oper, Rathausplatz. Eintritt 8,30 Euro und 5 Euro. Karten gibt es unter Tel.: (0431) 901 901 oder unter www.theater-kiel.de. Mehr Infos unter www.tomkyle-puppentheater.de .